Finnland
Die Landschaften Finnlands wirken weder besonders romantisch noch lieblich - sie sind eher still und einsam, streng und herb. Diese Erscheinung setzt sich scheinbar in der finnischen Architektur fort, die von einem klaren und sachlichen Stil beherrscht wird. Unterstützt wird dies durch die Tatsache , dass zahlreiche Kriege und damit verbundene Feuersbrünste große Teile der historischen Bausubstanz der finnischen Städte vernichtet haben.
So liegt der eigentliche Reiz des äußerst dünn besiedelten Finnlands in der endlos scheinenden Seenlandschaft im waldreichen Osten Finnlands, wo sich auch die Städte Savonlinna mit der attraktiven Olavsburg aus dem 15. Jahrhundert und Lappeenranta mit seinen bekannten Wasserfällen befinden. Er zeigt sich mit beeindruckenden Landschaften in der Vielzahl finnischer Nationalparks und in der Weltkulturerbe-Stadt Rauma in Westfinnland, die als größte Holzhausstadt Nordeuropas gilt.
Und wer das Gebiet der autonomen Inselgruppe Aland, mit ihren an die 10.000 Inseln und Schären besucht, den wird der Reiz dieses Landes ebenso gefangen nehmen, wie den Besucher von Rovaniemi und der Tundralandschaft beiderseits des Polarkreises, wo Dauerfrostboden, die Mitternachtssonne und Polarlichter den Alltag des dort lebenden Volkes der Lappen bestimmen.
Der Süden Finnlands wird beherrscht von seiner Hauptstadt Helsinki, das mit seinem Hafen am Finnischen Meerbusen und seiner Jugendstilarchitektur viele Touristen anzieht. Dagegen bietet die Stadt Hämeenlinna - ähnlich wie Turku im Westen des Landes - ein in Finnland seltenes mittelalterlich geprägtes Stadtbild.
Schließlich gehört zu einem Aufenthalt in Finnland, egal in welcher Region, der Besuch in einer original finnischen Sauna. Die Ursprünglichkeit dieser Wechselbäder zwischen trockener Hitze, heißem Dampf und eiskalter Abkühlung wird im Gedächtnis ebenso haften bleiben, wie die Eindrücke aus diesem so ganz anderen, aber nicht weniger attraktivem Urlaubsland.