Griechenland


 

Griechenland gehört, nicht ohne Grund, zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Sonne, Strand und Kristall klares Wasser locken viele Deutschen in das schöne Urlaubsland. Griechenland liegt im Südosten von Europa.

Das Land grenzt an Albanien, Mazedonien, an Bulgarien und die Türkei. Besonders wegen seiner geschichtlichen Bauwerke und der wunderbaren Natur wird das Land gerne besucht. Hier kann man entweder Museen durchstöbern oder aber zum Beispiel auf der Insel Kreta die Natur in vollen Zügen genießen. Auch der Koloss von Rhodos ist sehr sehenswert. Dies ist eine etwa 30m hohe Staue aus Bronze. Er gehörte schon in der Antike zu den 7 Weltwundern. Einfach einzigartig ist die griechische Küche. Je nach Region gibt es hier natürlich Besonderheiten. Allen Regionen ist aber gemein, dass in Griechenland gerne Schweinefleisch gegessen wird. Meist wird es gegrillt und mit Gemüsen wie Auberginen oder Tomaten angerichtet. Die Nachspeisen sind in Griechenland sehr süß und oft ziemlich wuchtig, so dass meist schon ein kleines Stück genügt, um völlig glücklich zu sein. Wer die griechische Küche mag, mag eigentlich auch die türkische. Ersetzen Sie das Schweinefleisch durch Rindfleisch und schon gibt es kaum noch einen Unterschied. Nur beim Wein haben die beiden Länder gar nichts gemein. Der griechische Wein ist einfach um Klassen besser!

 


Reiseberichte zu Griechenland

Griechenland

Wir standen kurz vor den mündlichen Prüfungen des Abiturs und hatten jede Menge Stress, dennoch verbrachten wir eigentlich die letzten Wochen unserer Schulzeit vermehrt damit, uns auf ein tolles Reiseziel für die Abiturfahrt zu einigen. Natürlich wollte ein Teil der Klasse zum Ballermann, um so richtig abzufeiern, andere wiederum bevorzugten eine gesittetere Fahrt, wo man ein wenig das Land und seine Kultur erforschen konnte. Es war wirklich eine schwere Geburt, denn wir wollten uns ja alle amüsieren und hatten auch keinen großen finanziellen Spielraum. Letztlich fiel die Entscheidung dann auf Athen, womit der Großteil der Klasse zufrieden war. Dort könnte man Kultur und Spaß hervorragend verbinden und der ausgerechnete Preis war auch angemessen. Meine Freundin und ich organisierten also die gesamte Reise, trieben das Geld ein, buchten die Flüge und schafften es auf dem letzten Drücker ein günstiges Hotel zu buchen, wo noch genügend Platz für 17 Abiturienten vorhanden war. Da die Infrastruktur in Athen ziemlich gut sein sollte und auch ein ziemlich modernes Metrosystem vor Ort ist, verzichteten wir darauf, eine Tour durch die Stadt zu buchen, sondern nahmen uns vor, selbst auf Entdeckungstour zu gehen. Wir waren alle sehr aufgeregt und freuten uns auf unsere bevorstehende Reise nach Griechenland.

Gegen aller Erwartungen ist niemand durch das Abitur gerasselt, unsere Stimmung war also kurz vor Reisebeginn auf dem Höchststand.
So langsam trudelten am besagten Tag alle Schüler auf dem Flughafen ein. Da wir keine 17 Plätze in einem Flugzeug ergattern konnten, flog die Hälfte mit einer anderen Airline, die jedoch nur zehn Minuten später am Internationalen Flughafen in Athen landen sollte. Der Flug war sehr angenehm und verging vor allem unheimlich schnell. Nach der Landung suchten wir in dem riesigen Flughafengebäude nach einer Tafel mit den ganzen Flugdaten, damit wir unsere Freunde nach deren Landung gebührend empfangen konnten. 20 Minuten hatten wir noch Zeit, daher schlenderten wir noch durch den Flughafen und stöberten in einigen Geschäften herum. Mit etwas Verspätung kam dann schließlich der Rest der Truppe heil am Boden an und wir machten uns auf den Weg zur U-Bahn, die uns laut Plan direkt bis vor die Hoteltür bringen sollte. Wir wollten jeden Euro sparen und waren froh, dass wir nicht gleich ein Taxi nehmen mussten. Die U-Bahnfahrt war ein echtes Abenteuer. Während der Fahrt wurden wir sage und schreibe drei Mal nach den Tickets gefragt und an einer Station kamen plötzlich Polizisten mit riesigen Gewehren herein. Also Angst muss man hier nicht haben, aber schwarz fahren sollte man auch nicht.

Unser Hotel lag wirklich ziemlich nahe an der Station, so dass wir es nicht mehr weit hatten. Dennoch war der kurze Fußweg sehr anstrengend, denn die Luft war staubig und trocken. Schon der erste Eindruck von Athen war atemberaubend. Die stilvollen Häuser, idyllischen Gassen und gigantischen Gebirge um uns herum beeindruckten uns sehr. Wir konnten es kaum erwarten, endlich die Stadt mit all ihren Schönheiten erkunden zu können. Das Hotelzimmer war zwar bescheiden eingerichtet, aber dennoch gemütlich und liebevoll. Niemand von uns hatte Anlass zur Klage.
Nach einer kurzen Verschnaufpause auf den Zimmern schlenderten wir den ersten Tag durch die Stadt, machten Fotos am Yachthafen und stießen mit ein paar Ouzos am Abend auf das bestandene Abitur an.

Gleich am ersten Tag ging es zur Akropolis. Uns wurde von der Hotelangestellten am Vorabend der kleine Reisebus empfohlen, der Touristen für wenig Geld zu dieser Sehenswürdigkeit bringen würde. Da der Bus direkt vor der Tür hielt, nahmen wir dieses Angebot natürlich an und freuten uns auf die Fahrt. Ich war so fasziniert von Athen und klebte mit dem Gesicht buchstäblich an der Fensterscheibe. Weiße Windmühlen, große Kirchen, bezaubernde Landstriche, Gebirge und antike Bauten- Athen war wunderschön und kaum zu beschreiben.
Die Akropolis mit dem Haupttempel Panthenon war umso schöner. Es machte riesigen Spaß über Stock und Stein zu klettern und so nah neben diesem antiken Schatz Athens zu stehen und für Fotos zu posieren. Vor allem der Ausblick auf die Peloponnes (das sind wunderschöne Berge) war einzigartig.
Am selben Tag ging es am Abend dann noch zum Hafen von Mikrolimano, wo zahlreiche Restaurants, Bars und Cafés zu finden waren. Die Preise waren hier nicht gerade abiturientenfreundlich, dafür war der Blick auf das Meer mit den vielen Fischerbooten umso bezaubernder. Wir genossen alle gemeinsam bei einem großen Eiskaffee den schönen Sonnenuntergang von Athen.

Am nächsten Morgen wurden wir mit einem lauten Geschreie und Musik geweckt. Jeden Sonntag gibt es große Märkte, wo landestypische Köstlichkeiten angeboten, Kunsthandwerk präsentiert und Souvenirs verkauft werden. Diese Gelegenheit ließen wir uns auf keinen Fall entgehen und schmissen uns ins Getümmel. Meine Freundin, die nur schwer “Nein” sagen kann, ließ sich allerlei andrehen und musste nach nur knapp einer Stunde erstmal ihre vollen Tüten im Hotelzimmer abstellen. Die Verkäufer sind sehr charmant und versuchen natürlich viele Dinge an Touristen zu verkaufen. Da sollte man das eine oder andere nette Kompliment nicht unbedingt auf die Goldwaage legen.
Wir machten einen kurzen Abstecher zum Olympiastadion von Athen, welches ja noch heute für einige Events genutzt wird. Es ist vor allem berühmt für den Fackellauf mit dem Olympischen Feuer. Ich fand das Stadion selbst nicht so beeindruckend, aber es hatte natürlich wieder diesen typischen antiken Charme und war ein ideales Hintergrundmotiv für Fotos.
Am Abend wollten wir dann so richtig Spaß haben und machten uns auf in den Stadtteil Psyrri, in dem sich viele partyhungrige Touristen und auch Athener selbst treffen. Hier reihten sich wirklich Discos aneinander, man hörte laute Musik aus den Türen und Menschen tanzten in den Gassen herum. Die Nacht in Psyrri war ein voller Erfolg, bescherte uns jedoch arge Kopfschmerzen am nächsten Morgen.

Obwohl Athen ja nicht direkt am Wasser liegt, gibt es hier einige Strandabschnitte, die wir unbedingt erkunden wollten. Die kleinen Strände von Vouliagmeni waren sehr schön und sauber, was mit einer blauen Flagge bestätigt wurde. Hier verbrachten wir einige Stunden und räkelten uns in der Sonne oder spielten mit einigen freundlichen Griechen eine Partie Beachvolleyball.

Einige von uns wollten sich eine Besichtigung des beliebten Archäologischen Museums in Athen nicht entgehen lassen und beschlossen, dorthin loszuziehen. Ich schloss mich der Gruppe an, die sich in Richtung Plaka aufmachte. Plaka ist ein moderner Stadtteil in Athen mit vielen Shops, Boutiquen und Basars. Natürlich springen da Frauenherzen höher. Neben den tollen Geschäften und hübsch dekorierten Schaufenstern, war ich von der Architektur unheimlich begeistert. Die Kapellen und Brunnen sehen einfach umwerfend aus- wie in einem Märchenfilm.

Unseren letzten Vormittag verbrachten wir im Ethnikos Kipos Nationalgarten direkt neben dem Parlamentsgebäude. Hier fühlt man sich mit der Natur so richtig im Einklang, kleine Kinder genießen die Freiheit und Menschen machen hier Picknicks. Ich fand die Atmosphäre wunderschön und auch das Wetter spielte hervorragend mit.
Am Abend besuchten wir dann noch eine landestypische Bar und ließen diesen Urlaub so richtig griechisch ausklingen.
Eingedeckt mit leckeren Dolmadakias (gefüllte Weinblätter), Salata Choriatiki und einigen Ouzos checkten wir noch einmal unsere tollen Fotos auf der Digitalkamera und ließen diese Reise Revue passieren. Wir alle waren uns einig, dass diese Reise nach Griechenland sicherlich nicht unsere letzte gewesen ist!