Mexico

Der Staat Mexico befindet sich auf dem Nord- und Südamerikanischen Kontinent, angrenzend an die USA, und ist somit ein sehr beliebtes Urlaubsziel bei jung und alt geworden.

Mexico bietet eine Vielzahl an verschiedenen touristischen Zielen und jede Region hat andere spezielle Annehmlichkeiten vorzuweisen. So befinden sich im Norden Mexicos eine Reihe von Städten mit historischem Hintergrund und viele Kupferschluchten. Die Traumhaften Strände liegen hingegen an der Karibik- und der Pazifikküste. Auch die Halbinsel Yucatan reizt mit ihrer ganzen Schönheit und einsamen und sandigen Stränden.

Für Kulturbesonnene gibt es rund 37.000 archäologische Stätten, wovon aber nur ca. 170 für Besucher zugänglich sind. Diese Stätten liegen hauptsächlich im Bundesstaat Oaxaca an der Golfküste, sowie in Chiapas und auf der Halbinsel Yucatan. Ein Besuch dieser Stätten lohnt sich auf jeden Fall!

Badeurlauber können sich auf mehr als 10.000 KM Küstenlänge mit atemberaubenden Stränden freuen. Besonders Taucher und Surfer befinden sich das ganze Jahr über an der Karibik- und Pazifikküste um ihren geliebten Sport auszuüben. Auch der Golf von Mexico weist ausreichend Traumstände hervor, an denen sich zahlreiche Touristen erfreuen!

Genauso einmalig wie die feinen Strände ist die Anzahl an Vulkanen, die Mexico vorzuweisen hat. Die meisten dieser Vulkane und Berge befinden auch entlang des „Transmexikanischen Vulkangürtels“. Diese wunderschöne Landschaft ist eine tolle Abwechslung zu den Stränden.

Ein Besuch von Mexico Stadt sollte bei keinem Aufenthalt in diesem Land fehlen. Neben zahlreichen kleinen Gassen und Einkaufsstraßen gibt es hier auch zahlreiche nette Restaurants und Bars die zum verweilen einladen.

Ein Urlaub in Mexico ist auf jeden Fall sehr Abwechslungsreich, sowohl landschaftlich, als auch von den Möglichkeiten für Unternehmungen.

 

Reiseberichte zu Mexiko

Reisebericht Mexiko von Steffi am 19. November 2009

Vor zwei Jahren schlug es mich als Kindermädchen in die USA, wo ich ein ganzes Jahr lang unheimlich viel Spaß hatte. Natürlich machte ich dort viele Bekanntschaften, habe Menschen unterschiedlicher Länder kennen gelernt und lauschte immer wieder gerne den Heimatgeschichten meiner neuen Freunde, die vorwiegend aus Mexiko stammten. Ich freute mich bereits darauf, meine Freunde nach dem Amerika-Aufenthalt in Mexiko besuchen zu dürfen. Nachdem, was mir über dieses Land erzählt wurde und so wie die Mexikaner selber davon schwärmten, musste es einfach himmlisch sein und ich konnte es kaum erwarten, endlich einmal dorthin zu fliegen.
Letztes Jahr war es dann endlich soweit! Eine meiner besten Freundinnen, die zwar selbst nicht Mexikanerin war, aber einen mexikanischen Ehemann hat, lud mich nach Cancun ein. Dies ist ein sehr beliebter Touristenort, wo es zahlreiche schöne Strandabschnitte geben soll und man auf Gastfreundschaft viel Wert legt. Ich finde einen Badeurlaub eigentlich ganz toll und entspannend, aber wenn man schon einmal in so ein fernes interessantes Land eingeladen wird, dann sollte man sich vorab auf jeden Fall überlegen, was es so Sehenswertes gibt und wo man unbedingt gerne hin möchte. Nur am Strand zu liegen wäre in Mexiko mit Sicherheit die größte Zeitverschwendung. Meine Freundin empfahl mir, einfach mal durchs Internet zu stöbern, um vielleicht einen günstigen Anbieter zu finden, der Touren durch das Land anbietet. Das tat ich natürlich eifrig und wurde auch schnell fündig: Eine 9-Tages-Tour von Cancun, über San Jose und Mèrida und wieder zurück nach Cancun. Das hörte sich einfach klasse an und nach einem langen Telefonat mit meinen zukünftigen mexikanischen Gastgebern buchte ich diese Tour.

Aufgeregt saß ich im Flugzeug Richtung Cancun. So lange Strecken alleine zu reisen macht eigentlich gar keinen Spaß, aber dafür war die Vorfreude auf das Land umso größer. Nach der Landung war ich erstmal etwas verwirrt. Wo sind denn all die Leute hin? Ist da jemand, der gerne meinen Reisepass sehen möchte? Der Flughafen war wirklich menschenleer und ziemlich klein, aber dann tauchte aus dem Nichts noch ein sehr unmotivierter Beamte auf, der dann mit mehr oder weniger Interesse in meinen Reisepass schaute. Ich musste erst einmal tierisch lachen, denn das einzige, was ich hörte, waren Frösche oder Unken, die ganz schönen Lärm machten. Das Wetter war sehr erdrückend und stickig, so dass ich mich freute, als ich im Auto meiner Freundin saß, welches eine Klimaanlage hatte. Ich war viel zu geschafft, um die ganze Aussicht auf die Gegend zu genießen, aber dafür hatte ich ja nun mehrere Tage Zeit, was mich natürlich sehr freute.

Die gebuchte Tour begann natürlich in Cancun, wo sich eine nette Reisegruppe zusammengefunden hat. Meine Freundin hatte sich von der Arbeit frei genommen und begleitete mich, was mich unheimlich freute.
Cancun ist eine bezaubernde Stadt, fast wie aus einem Bilderbuch. Der Strand war einfach traumhaft und ich hätte mich am liebsten in die türkisen Fluten gestürzt und mich mit dem warmen weißen Sand paniert. Dennoch muss ich sagen, dass alles etwas künstlich wirkt, also es fehlt ein wenig an Charme, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass Cancun vollkommen auf den Tourismus eingestellt ist und einfach ins rechte Licht gerückt wird. Abends kann man hier hervorragend ausgehen und viele nette Menschen treffen. Es gibt viele Bars, Clubs und Restaurants, die zwar teuer, aber sehr einladend sind und an denen man einfach nicht vorbeigehen kann.
Mexiko ist ja bekanntlich das Land der Mayas, deswegen befinden sich hier unzählig viele Mayastätten und Tempelanlagen, die auf der Ausflugsliste nicht fehlen sollten. Wir besuchten als erstes die Mayastätte Ek Balam, die wirklich bezaubernd ist. Hier befinden sich viele kleine Tempel, Altare und Artefakte, die man hautnah erleben kann. Vor allem die Hauptpyramide, die Akropolis, fand ich beeindruckend. Ich war ganz erschrocken, als da plötzlich ein junger Mann an der Pyramide hing und ich dachte, der wäre irgendwie verrückt, aber man kann diese Pyramide wirklich hinauf klettern und die Aussicht über die Stätte der Maya in vollen Zügen genießen. Am genialsten fand ich das Höllentor, wo sich in einem tiefen Graben richtige Spitzen befinden, die wohl damals zur Exekution dienten. Ich fand es sehr faszinierend und schoss mit meiner Freundin etliche Fotos vor dem gruseligen Höllentor. Ein bisschen Herumalbern gehörte natürlich dazu, was den Reiseführer jedoch nicht so gefiel.

Die nächsten zwei Tage gingen für die hübsche Kolonialstadt San José del Cabo drauf. Ich, als bekennende Shopaholic, war gleich ganz angetan vom Tienda de Palmilla. Das ist eine riesige Einkaufsmeile, wo man hervorragend durch sämtliche hübsche Boutiquen stöbern und richtig gut essen kann. Hier gibt es so viele tolle Produkte, die man sonst nirgends bekommt. Wer also unbedingt ein landestypisches Souvenir oder etwas wirklich Mexikanisches haben möchte, der muss unbedingt hierher kommen. Die Gruppe war sich anfangs etwas uneinig, wie der Nachmittag gestaltet werden sollte, aber letztlich entschieden wir uns fast einstimmig für die “Hightide Sea Expedition”. In einem Kajak schipperten wir über das Wasser, konnten bis tief ins Meer schauen und uns von der wunderschönen farbenfrohen Unterwasserwelt beeindrucken lassen. Ich fand ja die Seelöwen viel niedlicher, die ganz treudoof schauten und sich die Sonne auf dem Bauch scheinen ließen. Der Tag klang am La Playita Strand aus, wo gigantische Yachten unseren Weg kreuzten, aber auch motivierte Angler in ihren kleinen Booten auf dem Meer trieben.

Ein besonderes Highlight war für mich die alte Mayastadt Mérida, die im Jahre 2000 sogar zur Kulturhauptstadt ernannt wurde. Hier war wirklich etwas los. Eine Mischung aus Exotik, kolonialem Charme und Moderne- so kann man diese Stadt beschreiben. Die Gebäude wirkten so einladend und versprühten einfach eine wohltuende Atmosphäre, der kleine hübsche Park und die riesigen Märkte waren unheimlich einladend. Ich hätte mir am liebsten von jedem Marktstand etwas mitgenommen, aber so viel gab mein Geldbeutel dann wohl doch nicht her. Am Abend wurden Musikstücke und Tanzeinlagen in den Straßen präsentiert. Jeder Tourist tanzte, klatschte und war sichtlich amüsiert.

Die Tour führte weiter nach Uxmal, einer weiteren Mayastätte mit vielen Ruinen und alten Tempeln. Die Dekorationen der einzelnen Tempelanlagen war hier bestechend und kosteten mich einen kompletten Fotofilm. Als ich von der Pyramide des Wahrsagers hörte, wollte ich natürlich sofort dorthin. Ich dachte, hier wird einem aus der Hand gelesen oder ein Zauberer schaut in eine gläserne Kugel, um dir die Zukunft vorauszusagen, aber da habe ich mich getäuscht. Die Pyramide hieß einfach so und sie bot nichts anderes, als die anderen Pyramiden zuvor. Dennoch war sie wieder sehr schön anzusehen und faszinierend. Auch die Mayastätte in Kabah, die wir kurz besichtigten, war toll. Der Palast mit den unzähligen Masken war besonders schön anzusehen. Ehrlich gesagt, hatte ich am Ende aber nicht mehr so die Lust auf Mayas und ihre Tempel, deswegen freute ich mich über den letzten großen Ausflug nach Celestún.
Celestún ist ein Naturschutzgebiet und besticht durch eine atemberaubende Landschaft. Hier ist man so richtig im Einklang mit der Natur! Wir machten eine lustige Paddelboottour durch die Mangrovenwälder, was sehr spaßig und faszinierend war. Leider waren die Flamingos sehr schreckhaft und wir stellten uns in dem Boot auch nicht gerade sehr geschickt an, so dass ich es total nachvollziehen konnte, dass sie sich vor uns verdrückten. Entweder platschte das Paddel ins Wasser, das Boot drehte sich fünf Mal um die eigene Achse oder wir rammten ein paar Baumstämme, die uns entgegenkamen. Na ja, es hat trotzdem Spaß gemacht. Leider kamen wir nicht in den Genuss ein Krokodil oder eine Riesenschildkröte zu sehen, aber ich konnte es verkraften. Nach dieser Bootstour genossen wir alle ein leckeres Essen am Hafen. Die Mexikaner sind unheimlich gastfreundlich und bringen sogar ein persönliches Ständchen an den Tisch. Die Lebensfreude dieser Menschen ist wirklich ansteckend und schön. Zu guter Letzt besuchten wir noch die Innenstadt mit dem riesigen Marktplatz und stilvollen Kirchen. Hier verknipste ich dann meine letzten Bilder und freute mich schon, sie alle fein säuberlich in mein Fotoalbum kleben zu können.

Mexiko ist wirklich bezaubernd. Die Strände sind traumhaft und sehen aus wie Postkartenmotive, die Mayastätten sind unheimlich faszinierend und es macht Spaß in die Geschichte des Landes einzutauchen. Aber auch die Naturschutzgebiete und größeren modernen Städte sind absolut sehenswert!