Namibia - Das Land zwischen Wüste und Meer
Im afrikanischen Sommer sucht man in Swakopmund vergeblich nach freien Betten. Ganz Namibia, Schwarze und Weiße, suchen die kühlende Brise im beliebtesten Seebad des Landes. Swakopmund, das alte Tor nach Deutsch-Südwest, hat Charme und Lebensstil. Der im wilhelminischen Stil der Kaiserzeit erbaute Bahnhof ist heute ein Luxushotel mit Spielcasino. Gegen Mittag hat sich der hier häufige Seenebel aufgelöst und ist einer blitzenden Sonne gewichen. Die Küste Richtung Walvis Bay (Walfischbucht) im Süden des Landes säumt eine wunderbare Dünenlandschaft. Das Reiseland Namibia im Südwesten Afrikas hat viele Gesichter.
Das wilhelminische Erbe ist auch in der Hauptstadt Windhoek (Windhuk) deutlich sichtbar. Bauwerke aus dem Kaiserreich, sorgsam restauriert, finden sich an allen Ecken und Enden. In Konditoreien, beim Metzger, im Restaurant oder Biergarten wird noch Deutsch gesprochen. In der Hauptstadt erscheint bis heute Tag für Tag die einzige deutschsprachige Zeitung des afrikanischen Kontinents.
Alle Hitze staut sich in der Wüste Namib. In ihrer Mitte können nur wenige größere Tierarten existieren, zumeist Oryx Antilopen und Springböcke. Ganz anders sieht die Tierwelt in den Savannen des Etosha Nationalparks aus. Hier leben Elefanten, Giraffen, Nashörner, Zebras, Löwen, Leoparden und Geparden. In den Flüssen und Sümpfen des tropisch schwülen Nordens kommen sogar Flusspferde und Krokodile vor.
Der nördliche Küstenstreifen am Südatlantik trägt den Namen Skelettküste. Er reicht entlang der Namib von Swakopmund bis zum Fluss Kunene und ist einer der bemerkenswertesten Küstenstreifen dieser Erde. Hier leben die legendären Wüstenlöwen und Wüstenelefanten. Das enorm fischreiche Gewässer zieht Angler, Seebären und Seevögel an. Bizarre Schiffswracks ragen aus dem Sand.
Die beste Reisezeit in Namibia sind die Monate April bis Juni.