Thailand

Thailand kennen, bedeutet mehr als idyllische Inseln, bunte Cocktails, Leonardo di Caprio am Beach, Foot Massage und Umsteigen am Flughafen in Bangkok.

Fünf Dinge, die sie in Thailand wirklich gemacht haben müssen:

1. Eine Bootsfahrt auf dem Chao Phraya
Wer nicht fix genug aufspringt, hat das Nachsehen. Die rasenden Linien-Boote auf der Lebensader von Bangkok sind nichts für Seekranke, dafür bieten sie den besten Überblick über die Stadt und ihren Pulsschlag.

2. Grünes Thai-Curry in Chiang Rai
Es könnte auch eine Garage sein: mit Rolltor, gläsernem Kühlschrank, einem steinernen Fischbassin und vielen Tiger Bier Flaschen auf den wackeligen Tischen. Aber es ist ein authentisches Restaurant, das den besten und schärfsten Thai-Curry serviert.

3. Elefantenritt in Chiang Mai
Man kann nur einen Fehler machen: zu spät zur Ausbildungsstätte für thailändische Elefanten kommen. Denn dann sind sie schon unterwegs. Wenige Kilometer außerhalb von Chiang Mai warten im Winter Elefanten darauf, interessierte Besucher sanft durch den Urwald zu schaukeln. Für die Tiere ist das eine willkommene Abwechslung, bevor die Ausbildung zum Waldarbeiter fortgesetzt wird.

4. Big Buddha in Bangkok
Fragen Sie einen Thai auf der Straße nach dem Weg zu dem berühmten Big Buddha. Er wird herzhaft lachen, Ihnen fünf Adressen zeigen, denn es gibt zahllose Big Buddhas. Egal welcher, einer ist imposanter als der andere und jeder ruht in einem eigenen friedvollen Garten.

5. Mit dem Töff Töff zur Rushhour auf der Khaosan Road
Wenn kein Taxifahrer mehr voran kommt, die Chauffeure von europäischen Limousinen entnervt hupen, dann ist es am eindrucksvollsten, sich von einem waghalsigen Töff Töff Fahrer durch die größte Einkaufsstraße bringen zu lassen.

Thailand hat außerdem sowohl im Osten als auch im Westen zahlreiche Inselparadise zu bieten. Eines der wohl bekanntesten, aber leider auch überlaufensten Gebiete ist wohl die Halbinsel Phuket mit Anbindung an weitere traumhafte Inseln wie zum Beispiel die Ko Phi Phi Islands. Weitere Tauch-, Schwimm- und Erholungszentren sind Ko Samui und Ko Thao.

Haben Sie Lust bekommen auf noch mehr Thailand? Starten Sie ihre eigenen individuellen Erfahrungen!

 

 

Reiseberichte zu Thailand

 

Thailand von Steffi am 26. November 2009

Wieder einmal stand ich vor der großen Frage: Wohin soll die nächste Reise gehen? Mein bester Kumpel und ich wollten Deutschland unbedingt noch einmal für einige Wochen den Rücken kehren, bevor wir uns wieder voller Eifer ins Arbeitsleben stürzten. Auf Ballermann und Touristenhochburgen hatten wir keine Lust. Es sollte etwas weiter weggehen, am liebsten auf einen anderen Kontinent. Nachdem ich eines Abends einen interessanten Bericht über Thailand gesehen habe, rief ich sofort meinen Kumpel an und schlug ihm die Idee eines Thailand-Urlaubes vor. Er war gleich hellauf begeistert und geriet genauso ins Schwärmen wie ich. Endlich konnten wir unseren gemeinsamen Urlaub planen, uns nach Flügen umschauen und alles Nötige organisieren. Da man ab einer Reisedauer von über 30 Tagen ein Visum beantragen muss und wir uns die ganzen Rennereien in die Botschaft sparen wollten, planten wir einen 4-wöchigen Urlaub, für den ein gültiger Reisepass ausreichen würde.

Am besagten Reisetag trudelten wir pünktlich am Flughafen in Deutschland ein. Wir hatten sogar noch so viel Zeit, dass wir durch einige Geschäfte schlenderten und uns einen Reiseführer von Thailand besorgten, der unsere Flug-Lektüre wurde. Trotz des langen Fluges verging die Zeit super-schnell und wir befanden uns schneller als gedacht im Getümmel am Flughafen in Bangkok, von wo wir einen günstigen Flug nach Phuket buchen wollten. Dort haben wir für die erste Woche ein Zimmer in einem kleinen Hotel gebucht. Zu unserem Erschrecken gingen an diesem Abend keine Flüge mehr nach Phuket und unsere Laune sank plötzlich auf den Tiefpunkt. Verspannt und verschwitzt von dem langen Flug, verbrachten wir die ganze Nacht in Bangkok, wechselten uns mit dem Schlafen auf den ungemütlichen Bänken ab und liefen in den frühen Morgenstunden in dem Flughafengebäude hin und her. Zum Glück öffneten die Ticket-Schalter schon sehr früh, so dass wir unsere Tickets nach Phuket kaufen konnten. Umgerechnet bezahlten wir nur 40 Euro pro Person, was doch relativ günstig ist. Wenigstens etwas Erfreuliches an diesem Morgen! Nun hieß es noch mal zwei Stunden warten, bis wir endlich im Flieger Richtung Hotel saßen. Dieser Flug war zwar wackelig, aber ziemlich kurz. Nach nur 40 Minuten landeten wir in Phuket, wo wir erneut mit Einreiseformalitäten und Zollüberprüfungen konfrontiert wurden. Die Thailänder schienen bei Touristen doppelt gründlich zu sein, was mich ganz schön nervte.
Selten habe ich mich so gefreut, endlich im Hotel einzuchecken. Die Taxifahrt hierher war relativ entspannend und dauerte glücklicherweise nicht sehr lange. Unser Hotel bestach durch ein sehr gemütliches und einladendes Ambiente, die Zimmer waren hübsch dekoriert und wir fanden einen riesigen Obstkorb auf der Kommode, auf dem viele exotische Früchte lagen, die ich noch nie gesehen habe. Ich war mit dem Kosten anfangs sehr vorsichtig, mein Kumpel starb fast vor Hunger und scheffelte alles in sich hinein.

In den ersten Tagen düsten wir zu zweit mit einem coolen Moped (mein Kumpel wagte sich ans Steuer, ich bevorzugte den Sitz im Anhänger) über die Insel Phuket. Hier gibt es sagenhafte Strände und viele stilvolle Bauten, an denen wir einfach Halt machen mussten. Der Kamala Beach ist ein Strand, wie man ihn sich in einem Bilderbuch vorstellen kann. Türkises Wasser, große Palmen und feiner Sandstrand- ich hätte hier jeden Tag liegen und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen können. Auch der Patong Beach, an dem sich viele Touristen aufhielten, war himmlisch. Wir gönnten uns in einer kleinen Bar einen leckeren Cocktail und beobachteten das bunte Treiben am Strand und auf dem Meer, wo viele Boote umherschipperten.
Die Menschen, die hier lebten, wirkten sehr entspannt, hatten immer ein Lächeln auf den Lippen und waren vor allem sehr hilfsbereit. Jeder Thai war stets darum bemüht, uns hilfreiche Tipps zu geben und vereinzelt bekamen wir auch Empfehlungen für einige Sehenswürdigkeiten, die nicht allzu weit weg lagen. Wir fühlten uns gleich in den ersten Tagen sehr willkommen, mit dieser komischen Sprache konnte ich mich jedoch nicht so schnell anfreunden. Wenn Thais erst einmal mit dem Sprechen loslegten, dann hörte es sich an, als würden sie singen, denn die Sprache zeichnet sich sehr durch das Wechselspiel verschiedener Tonlagen aus.

Wir besuchten während unseres Urlaubs den atemberaubenden Buddha Cave Temple, indem viele goldene Buddhas zu finden waren. Die Dekorationen und Ornamente im Inneren waren wunderschön und es machte großen Spaß diese Religion mal hautnah zu erleben. Wir erhielten nach der Besichtigung des Tempels einen Räucherstab, der vor dem großen Buddha am Ausgang abgelegt werden musste. Dies macht man in Thailand wohl, um böse Geister zu vertreiben. Wir fanden das alles unheimlich faszinierend. Auch der Put Yaw Tempel, der nicht allzu weit entfernt lag, hat uns sehr gefallen, obwohl sich hier unzählig viele Menschen tummelten und man nur im Schritttempo voran kam.

In Phuket Town war jeden Abend etwas los. Wir ließen das ausgeliehene Moped jedes Mal im Hotel, denn der Verkehr hier war das reinste Chaos. Zu Fuß konnten wir aber die bunten Märkte und kleinen Gassen erkunden, in denen viele kleine landestypische Restaurants zu finden waren. Leider gab es hier aber auch lästige Mücken, die von uns einfach nicht abließen. In einer Art Supermarkt fanden wir ein Insektenspray, was die Mücken aber nicht wirklich abschreckend zu finden schienen. Wir ließen uns unsere Abende jedoch nie verderben und fanden immer wieder eine schöne Bar oder ein Café, wo wir auch Bekanntschaft mit anderen Touristen machten. Das Molly Malone Restaurants hat es uns besonders angetan, denn hier gab es hervorragendes Essen für wenig Geld und das Ambiente war einfach klasse.

Ein besonderes Highlight unseres Thailand-Urlaubes war das Aloha Shuba. Mit einem großen Boot sind wir auf das offene Meer hinausgefahren und hatten dann die einmalige Chance mit gigantischen Meerestieren zu tauchen. Ich hatte anfangs tierisch Angst, denn auf eine Begegnung mit einem Mega-Hai hatte ich nicht unbedingt Lust, aber meine Sorge war total unberechtigt, denn es waren ausschließlich kleine Fische, die unseren Unterwasserweg kreuzten. Ich kann gar nicht beschreiben, wie schön diese Tauchtour war und kann sie jedem nur empfehlen.

Thailand ist natürlich bekannt für Wellness und Erholung. An jeder Ecke finden sich Spas und Massagestudios, die vorrangig von Touristen besucht werden. Während einer Shopping Tour in der bekannten Jungceylon Shopping Destination konnten auch wir an einem solchen Studio nicht so einfach vorbeilaufen. Für nur wenig Geld wurden wir durchgeknetet, verwöhnt und verschönert- die Thailänder haben dafür wirklich ein gutes Händchen.

Auch Feiern lässt es sich in Phuket hervorragend. Zwar dröhnt nicht aus jeder Bar laute Musik, aber die Thais wissen, wie man Spaß hat. Meistens befanden sich auch zahlreiche Touristen in den Clubs, die ausgiebig feierten und sich prächtig amüsierten. Es war aber auch nicht gerade ungefährlich, sich Nachts alleine mit einem kleinen Schwips auf den Nachhauseweg zu machen, denn es gibt viele Taschendiebe in Thailand, die gerade in den Vergnügungsvierteln immer wieder ihre Runden ziehen. Zum Glück sind wir nie einem begegnet und kamen immer wieder heil und munter im Hotel an.

Thailand hat so viel zu bieten und ist ein bezauberndes Reiseziel. Die Strände sind paradiesisch, die Sehenswürdigkeiten und antiken Gebäude ziehen einen total in den Bann und die Menschen sind unheimlich freundlich und hilfsbereit. Wer nicht gerade schwache Nerven hat, dem bieten sich in Thailand viele spektakuläre Freizeitangebote und Ausflugmöglichkeiten im ganzen Land. Vor allem die Insel Phuket, welche mittlerweile bei Touristen sehr beliebt ist, ist eine Reise allemal wert. Hier lässt sich hervorragend vom Alltag abschalten, aber auch ausgiebig feiern und Spaß haben.