Ungarn
Auf eine über 1.100 jährige Geschichte blickt Ungarn, das von der Donau zweigeteilte Land, zurück. Von einstiger Größe zu einem relativ kleinen europäischen Staat geschrumpft, ziehen seine Sehenswürdigkeiten, kulturellen Schätze und teilweise einmaligen Landschaften die Touristen aus vielen Ländern an.
Wird von Ungarn gesprochen, so spielt meist auch der Balaton als Rest eines einst riesigen Meeres und heutige Touristenattraktion eine Rolle. Sein flaches, warmes Wasser und die zahlreichen Badeorte an seinem Südufer aber auch die Weinberge und die Halbinsel Tihany am gegenüberliegenden Ufer, tragen viel zu seiner Anziehungskraft bei. Ihm schließt sich mit dem Bakony ein wild-romantisches Mittelgebirge mit der alten Bischofsstadt Veszprém an. Wie diese, besitzen viele kleinere und mittelgroße Städte Ungarns eine Reihe alter Baudenkmäler. Dies trifft besonders auf das im Süden Ungarns liegende Pécs zu, wo Dom, Moschee und Katakomben die Besucher beeindrucken.
Eindrücke ganz anderer Art vermittelt die Weite und Einsamkeit der östlich der Donau befindlichen Pußta, der letzten Grassteppe Europas. Ihre vereinzelt stehenden schilfgedeckten Bauernhäuser, ihre Ziehbrunnen und kleinen Tierherden mit ihren Hirten hinterlassen Gefühle, die sich auch beim Besuch des vor den Toren Budapests liegenden Freilichtmuseums von Szentendre einstellen.
Und damit wäre das zauberhafte Budapest erreicht, die Stadt, in der getrennt durch die Donau die Tiefebene und ein Gebirge unmittelbar aneinander stoßen. Für viele bleiben der herrliche Blick von der den Fluss überspannenden Kettenbrücke zum Burgpalast auf dem Burgberg oder die Ansicht der mit weißen Türmen verzierten Fischerbastei unvergessen. Im Stadtteil Pest laden darüberhinaus elegante Boulevards, Geschäfte und Lokale zum Verweilen ein, während Buda zum Bummel durch schmale Gassen und kleine Shops animiert.