Uruguay
Koloniale Vergangenheit, mondäne Strände, Gaucho-Romantik – mit diesen drei Stichworten beschreibt sich ein Urlaub in Uruguay am treffendsten. Anders als andere Mittel- und Südamerika-Reisende müssen sich Besucher von Uruguay keinerlei Sorgen um Kriminalität und Gesundheitsstandards machen, denn Uruguay gilt als die Schweiz Südamerikas, obwohl kein Berg höher als 450 Meter ist.
Starten Sie Ihren Trip in der Hauptstadt Montevideo. Sie liegt am silbern glänzenden Rio de la Plata. Ein Bummel über die Uferpromenade ist besonders in der Abendsonne verführerisch, ein ausgiebiger Stopp im Café La Ronda lohnt immer. Nicht fehlen darf dabei eine Tasse Mate-Tee, Uruguays anregendes Nationalgetränk. Beschaulicher als in anderen Großstädten des Kontinents geht es hier zu, Montevideo ist Verwaltungs- und Regierungssitz. Die zahlreichen Kolonial-Gebäude in der Landeshauptstadt vermitteln die Vergangenheit hautnah. Im 18. Jahrhundert entstanden das imposante Landesparlament oder die Catedral Metropolitana an der zentralen Plaza de la Constitucion. Wer genug vom urbanen Leben hat, zieht weiter ins drei Stunden entfernte Strandzentrum Punta del Este, in Zeiten des südamerikanischen Sommers von November bis März der Prominententreff auf der Südhalbkugel. Das Ambiente ist eine Mischung aus elegantem Saint-Tropez und modernen Monaco. Wer Naomi Campbell nicht beim Sonnen auf Ihrer Yacht beobachten möchte und keinen Spaß an Beach-Partys hat, der ist in der direkt in den Dünen gelegenen Posada del Faro weiter nördlich besser aufgehoben.
Die endlosen Natursandstrände locken Strandwanderer, Surfer und Reiter. Kein Hochhaus und keine Industrieanlagen verstellen den Blick. Höchstens Wale tauchen gelegentlich vor der Küste auf. Im Landesinnern lockt das Unesco-Weltkulturerbe, Uruguays älteste Stadt, Colonia del Sacramento.
Nach dem Besuch der historischen Denkmäler und idyllischen Gässchen darf am Abend ein landestypisches Asado in der flachen Pampa nicht fehlen. Auf einem offenen Holzkohlegrill werden verschiedene Fleischsorten inklusive Innereien zubereitet und als Festtagsmahl in geselliger Runde verspeist. Ist man am Morgen schon wieder zeitig wach, warten in den ausgedehnten sumpfigen Ebenen und Flussausläufern des Landes über 500 Vogelarten darauf, von Hobby-Ornithologen beobachtet zu werden.